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Verein plant CO2-neutrale Anlagen
vl.n.r. Mario Engelhardt, Klaus Baugart, Karl-Heinz Schuhl, Achim Klamroth. Foto: FV Wendelstein
NACHHALTIGKEIT FV-Wendelstein unterzeichnet Verträge für Wärmepumpen und Blockheizkraftwerk in Wendelstein.
Der FV Wendelstein hat die Verträge für den Einbau von Wärmepumpen und eines Blockheizkraftwerks unterzeichnet. Das Blockheizkraftwerk soll vollständig mit Biogas betrieben werden. Mit diesem Energieprojekt treibt der Verein die Modernisierung seiner Sportanlagen voran. Ziel ist es, die Vereinsanlagen künftig weitgehend CO2-neutral zu versorgen. Die Verträge wurden mit der Firma Baumgart Heizungsbau aus Altdorf geschlossen. Begleitet wird das Vorhaben von Energieberater Frank Böhm aus Wendelstein. Nach Angaben des FV Wendelstein handelt es sich um eines der größten Projekte der vergangenen Jahrzehnte.
Die Vorstandsmitglieder Achim Klamroth und Karl Heinz Schuhl waren wesentlich an der Planung und Vorbereitung beteiligt. Über Monate hinweg beschäftigten sie sich mit technischen Lösungen, Finanzierungsmöglichkeiten und Förderprogrammen. Vorstand Mario Engelhardt erklärte zur Unterzeichnung der Verträge, dass der Verein damit die Energieversorgung zukunftsweisend ausrichtet. Die Finanzierung des Vorhabens ruht auf mehreren Säulen. Unterstützung erhält der FV Wendelstein vom Bayerischen Landes-Sportverband, der die Förderfähigkeit des Projekts bestätigte. Dadurch konnten Fördermittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau beantragt werden. Zudem beteiligt sich die Sparkasse Mittelfranken Süd an der Finanzierung. Zahlreiche Mitglieder des Vereins haben ihre Bereitschaft erklärt, den Verein mit Darlehen zu unterstützen. Der Marktgemeinderat Wendelstein beschloss die Auszahlung der Sportstättenförderung. Damit erhält der Verein Mittel, die er in seine laufenden Investitionsprojekte einplanen kann.
Wasser schädigte Boden
Die Gesamtinvestition verdeutlicht das hohe Engagement des Vereins für nachhaltiges Wirtschaften und zeigt exemplarisch, wie lokale Sportvereine einen aktiven Beitrag zur Energiewende leisten können. Parallel zum Energieprojekt steht eine weitere Investition an. Im September wird der Boden der Tennishalle erneuert. Der Boden war während der Veranstaltung Jazz und Blues Open 2025 durch Kondenswasser so stark beschädigt worden, dass eine weitere Nutzung nur eingeschränkt möglich ist.
Die Entschädigung orientiert sich am Zeitwert des Bodens und deckt lediglich einen Bruchteil der Kosten für die Erneuerung. Fördermittel sollen einen Teil der finanziellen Belastung auffangen. Dennoch bleibt ein erheblicher Eigenanteil beim Verein. Diese zusätzliche Herausforderung zeigt, wie wichtig eine diversifizierte Finanzierungsstrategie für moderne Sportvereine ist.
Der FV Wendelstein verfolgt seit Jahren einen ambitionierten Modernisierungskurs. Bereits 2014 wurde die Tennishalle auf LED-Beleuchtung umgerüstet, was die Energieeffizienz erheblich verbesserte. 2021 folgte die Umstellung der Flutlichtanlage auf den Fußballplätzen und Außenplätzen der Tennisanlage. Mit dem aktuellen Energieprojekt setzt der Verein diesen erfolgreichen Weg konsequent fort und unterstreicht seine Verantwortung für die Umwelt.
Mit den beschlossenen Maßnahmen gehört der FV Wendelstein zu den Vereinen in der Region, die beim Thema nachhaltige Energieversorgung eine wichtige Rolle einnehmen und damit ein Vorbild für andere Vereinigungen darstellen. Die erfolgreiche Realisierung des Energieprojektes wird voraussichtlich im Laufe des Jahres abgeschlossen sein. Die Installation der modernen Heizungstechnik soll kontinuierlich vorangetrieben werden, um Betriebsunterbrechungen zu minimieren und den Trainings- und Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Mit der Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerks und der Wärmepumpen rechnet der FV Wendelstein mit deutlichen Einsparungen bei den Betriebskosten sowie einer signifikanten Reduktion der Treibhausgasemissionen. Diese Investitionen unterstreichen das langfristige Commitment des Vereins für Nachhaltigkeit und Umweltschutz und demonstrieren, wie Sportvereine durch innovative Technologien einen bedeutenden Beitrag zur Klimaneutralität ihrer Gemeinde leisten können.